Interview mit Gabi Weber

Eine von hier ist Bundestagsabgeordnete für unsere Heimat

Dieses Interview wurde mit Gabi Weber vor ihrem Einzug in den Deutschen Bundestag geführt. Es verdeutlicht ihre Motivation und ihre Ziele, die sie sich für ihre Mitgliedschaft gesetzt hat.

Gespräch mit Gabi Weber Frage: Gabi, für die nächste Bundestagswahl werden derzeit in allen Parteien die Kandidatinnen und Kandidaten gewählt. In unserem Wahlkreis steht dies ebenfalls an, da der bisherige Direktkandidat der SPD nicht erneut antreten wird. - Wie kam es zu deiner Kandidatur und welche Schwerpunkte verbindest du damit?

Gabi Weber: Nun, ich wurde aus den Reihen des Ortsvereinsvorstandes gefragt, ob ich für eine Kandidatur zur Verfügung stehe. - Und der Gedanke an eine Kandidatur war für mich zuerst überraschend. Aber nach einigem Nachdenken konnte ich mir das gut vorstellen. Denn ich arbeite seit Jahrzehnten beim DGB und bin Gewerkschafterin mit Leib und Seele und deshalb sind mir viele Themen, vor allem im sozialpolitischen Bereich, sehr vertraut. Dazu gehört z.B die geplante Rentenbeitragskürzung. Und Altersarmut ist für mich ebenfalls Thema, da die soziale „Schieflage“ in unserem Land stetig und massiv verstärkt wird. Arbeitsmarktpolitik und ausreichend Ausbildungsplätze beschäftigen mich ebenfalls. Bisher lag meine Aufgabe darin, zu kritisieren, zu mahnen und zu fordern; als Bundestagsabgeordnete hätte ich die Chance u.a. in diesen Themenfeldern zu Gunsten der Arbeitnehmer Einfluss zu nehmen und zu gestalten.

Frage: Wie ich dich kenne, hast du bestimmt zu dem ein oder anderen Themenbereich konkrete Vorstellungen und Visionen; kannst du mir ein oder zwei Beispiele nennen?

Gabi Weber: Meine Stichworte sind soziale Gerechtigkeit und Sicherheit. Ich komme von der Basis und kenne die aktuellen Probleme der Menschen in der heutigen Arbeitswelt. Der Einsatz für einen gesetzlichen Mindestlohn und damit gegen Lohndumping ist für mich selbstverständlich. Wir brauchen eine neue Debatte um unsere Arbeitswelt; ob Arbeitszeiten, immer mehr Nacht-und Schichtarbeit, ständige Befristungen von Arbeitsverträgen, Leiharbeit und Niedriglöhne mit unserem Sozialstaat vereinbar sind. Soziale Sicherheit bedeutet für mich auch eine gerechte Rentenpolitik und einen hohen Stellenwert der gesetzlichen Rentenversicherung. Und schließlich geht es mir auch um Zugang zur Bildung für alle Kinder und Jugendlichen ohne Ansehen der Eltern bzw. deren Geldbeutel. Das alles gilt nicht nur für uns in Deutschland. Wir brauchen ein soziales friedliches Europa und nicht die Reduzierung auf ein Europa der Banken und der Wirtschaft.

Frage: Das sind Themenfelder, die für eine Vielzahl der Wählerinnen und Wähler immer mehr an Bedeutung gewinnen und nicht nur für die „Klientel“ der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. In diesem Zusammenhang meine nächste Frage: Es ist ja allgemein bekannt, dass du aus der Gewerkschaftsbewegung kommst. Aber die wenigsten wissen, dass du noch ganz vielfältige andere Interessen hast und dich in vielerlei Hinsicht engagierst. Kannst du mal einen kurzen Abriss über deinen Werdegang und dein vielfältiges Engagement abgeben?

Gabi Weber: Oh je, das ist gar nicht so einfach, Alles in Kurzform zusammen zu fassen, aber ich will es gerne versuchen. Also, geboren 1955 in Ebernhahn, Besuch der Hauptschule, Ausbildung zur Keramikmalerin, Besuch der Abendschule, gleichzeitig aktiv in der Gewerkschaftsjugend sowie der katholischen Jugend und habe mich mit 18 Jahren bereits in einer Initiative zur Gründung eines Jugendzentrums in Wirges engagiert. (Mit spätem Erfolg, das von uns geforderte Jugendzentrum wurde tatsächlich Wirklichkeit!) 1972 bin ich im Zuge des Misstrauensvotums gegen Willi Brandt in die SPD eingetreten; den damaligen Slogan „Mehr Demokratie wagen“ habe ich stets gelebt. Seit 1980 bin ich hauptamtliche Beschäftigte des DGB. Für mich sehr wichtig, 1988 wurde mein Sohn Pit geboren. Seit 1991 bin ich innerhalb des DGB im nördlichen Rheinland-Pfalz in tätig; 1992 – 1995 als gewählte DGB Kreisvorsitzende Westerwald/Rhein-Lahn. Nach einer organisatorischen Zusammenlegung fiel diese Funktion weg und ich wurde 2001 zur Regionsvorsitzenden des DGB in Koblenz gewählt. Diese Funktion fülle ich noch immer aus. Ich arbeite auch viel mit anderen Institutionen und Organisationen zusammen; Parteien, Kirchen, Initiativen und z.B. Frauenverbänden. So wurde ich in den letzten Jahren z.B sowohl in evangelische als auch katholische Gottesdienste eingeladen, um mit Pfarrerinnen und Pfarrern Dialogpredigten zu den verschiedensten Themen, z.B. „Globalisierung“ oder „Würde des Menschen“ und „Armut in einem reichen Land“ zu gestalten. In der AWO engagiere ich mich ebenfalls; so war ich 10 Jahre Vorsitzende der AWO in Wirges. In dieser Zeit wurde u.a. das „Seniorenschwimmen“ im Wirgeser Hallenbad aus der „Taufe gehoben“, hierauf bin ich noch immer sehr stolz. Heute arbeite ich als stellvertretende Vorsitzende noch immer im AWO Ortsverein Wirges mit. Innerhalb der SPD nehme ich verschiedene Funktionen wahr, so war ich Mitglied in verschiedenen Ortsvereinsvorständen – z.Zt. im Ortsvereinsvorstand in Wirges -, in Kreistagsausschüssen, dem Verbandsgemeinderat Wirges und bin Mitglied des Stadtrates in Wirges.

Frage: Das nenne ich ein wirklich umfassendes Spektrum in ganz verschiedenen Bereichen und Organisationen. Die vielfältigen Erfahrungen und Kontakte könnten sicherlich auch hilfreich sein, wenn es darum geht, als Bundestagsabgeordnete für unsere Region und die Menschen hier vor Ort Bestmögliches zu erreichen. Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg bei deiner Kandidatur!

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An dieser Stelle veröffentliche ich interessante Beiträge, die zum Weiterdenken animieren sollen:

Positionspapier der SPD AG Sicherheits- und Verteidigungspolitik:
Cybersicherheitspolitik entwickeln

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Entwicklung? Ja, aber sicher! Entwicklungspolitik und Sicherheit vernetzt denken
Namensbeitrag von Gabi Weber im "International Development Blog" des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE)

Engagiert für Frieden Epaper E+Z Entwicklung und Zusammenarbeit 03/04 2017
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Beschäftigungsoffensive Nahost "Cash for Work
des Bundesministeriums für Wirtschftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

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18.05.2017 15. Entwicklungspolitischer Bericht der Bundesregierung
 

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