Aus der "Westerwälder Zeitung": Verein kämpft gegen rechtsextreme Gewalt

Veröffentlicht am 25.08.2017 in Aktuell

Politik Projekt Arbeit und Lernen (PAuL) begrüßte Bundesministerin Katarina Barley in seinen Reihen – Neue Opferberatung

Rechtsextreme Gewalt, Hass gegen Migranten und Arbeitslosigkeit im Westerwald – das sind die Themen, mit denen sich der Verein PAuL (Projekt Arbeit und Lernen) beschäftigt. Von der nicht immer leichten Arbeit des Vereins konnte sich jetzt Bundesfamilienministerin Katarina Barley ein Bild machen. PAuL-Verantwortliche konnten die Ministerin auf Einladung der SPD-Bundestagsabgeordneten Gabi Weber zu einer lockeren Gesprächsrunde in den neuen Räumen in Ransbach-Baumbach begrüßen. Der Verein, der Menschen beim Einstieg in das Berufsleben unterstützt, wird finanziell vom Bund gefördert. „Für uns ist das eine gute Gelegenheit, der Ministerin und auch den Menschen zu zeigen, wie wir arbeiten und was mit den Bundesgeldern passiert“, freute sich Stefan Wolfram, Geschäftsführer von PAuL und Sozialpädagoge.

Menschen wieder auf den Arbeitsmarkt einzugliedern, ist nicht das einzige Ziel, das sich der Verein gemacht hat. PAuL ist Teil des Bundesprogrammes „Demokratie Leben!“, das besonders in die Prävention von Rechtsextremismus, Rassismus und politisch motivierter Gewalt investiert. Das PAuL-Projekt, mit seinen Standorten in Höhr-Grenzhausen, Bendorf und Ransbach-Baumbach ist seit Kurzem um die vom Bund geförderte Opferberatung „mpower“ erweitert. Die mobile Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt ist seit Juni aktiv und für ganz Rheinland-Pfalz zuständig. „Wir haben bereits zehn Fälle bearbeitet, obwohl wir noch nicht an die Öffentlichkeit getreten sind“, berichtet Sozialpädagoge Rolf Knieper, der mit zwei Kollegen künftig bei PAuL vertreten sein wird. Ihr Ziel ist es, Betroffene vor Ort vertraulich und kostenlos beispielsweise bei juristischen Fragen zu beraten. „Für so einen kleinen Verein ist das eine Auszeichnung, eine wichtige Stelle, die Sie anvertraut bekommen haben“, lobte Barley.

Gabi Weber kennt den Verein seit seiner Gründung vor 20 Jahren. Immer wieder habe sie zusammen mit Vertretern der kommunalen Politik dafür gekämpft, dass genügend Gelder zur Verfügung stehen, damit PAuL weiter arbeiten kann. „Höhr-Grenzhausen war ein Brennpunkt, was Migration und vernünftiges Zusammenleben angeht“, erzählt Weber. „Es hat sich eine gute Tradition entwickelt, die von PAuL weitergeführt wird. Dafür bin ich dankbar.“ Der Verein hat eine Veranstaltungsreihe zum Thema Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in Höhr-Grenzhausen organisiert, um die Bürger noch vor der Bundestagswahl am 24. September zu informieren, wie Wolfram betont.

Wolfram schlug aber auch einen kritischen Ton an. PAuL finanziert einen Teil seiner Arbeit über den Europäischen Sozialfonds (ESF) des Bundes und des Landes Rheinland-Pfalz. Die strengen Rahmenbedingungen, die festlegen, welche arbeitslosen Menschen Anspruch auf finanzielle Hilfen seitens des ESF haben, können allerdings die Arbeit erschweren, sagte Wolfram. „Ich kann doch nicht jemanden die Hilfe verweigern, nur weil er nicht in ein Programm passt“, sagt der Sozialpädagoge und weist daraufhin, dass der Verein die Kosten dann tragen müsse.

Die Bundesfamilienministerin zeigte Verständnis für die Kritik und betonte, dass jeder Mensch einen Anspruch auf eine individuelle, berufliche Förderung haben müsste. „Man muss vom Arbeitslosen her denken“, sagte sie. „Und nicht gucken, wer in ein Programm passt.“ Dem stimmte Weber zu. Die Bundestagsabgeordnete sprach sich klar für mehr Möglichkeiten und vor allem mehr Personal für das Jobcenter aus. „Mehr Beratung ist notwendig, um herauszufinden, welcher berufliche Weg der richtige ist“, betonte sie.

Schon jetzt stehe der Verein in enger Kooperation mit dem Jobcenter vor Ort, erzählt Wolfram. Adäquate Angebote in individueller Absprache, um zu schauen, welcher Job tatsächlich zu dem Menschen passt, seien besonders wichtig. Jeweils 15 Menschen nehmen an den drei Maßnahmen teil, die PAuL in Höhr-Grenzhausen, Bendorf und Ransbach-Baumbach anbietet. In Gruppen stellen sie Holzarbeiten her, nähen, nehmen an Computerkursen teil oder bekommen Hilfe bei der Suche nach Praktika oder Ausbildungsstellen.

Text: Verena Hallermann, Westerwälder Zeitung
Foto: Büro Gabi Weber

 
 

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