Ein Jahr in den USA: Emma Jung schildert ihre Erlebnisse in den Staaten

Veröffentlicht am 13.11.2018 in Aktuell

Emma Jung aus Kaltenholzhausen, die Gabi Weber für das Parlamentarische Patenschaftsprogramm des Bundestages auswählen konnte, meldet sich mit einem ersten Bericht aus Houston, Texas:

Greetings from the USA!

Nun bin ich schon einige Wochen in den USA und die Zeit vergeht wie im Flug. Die letzten Tage waren sehr aufregend und ereignisreich. 

Am 16. August bin ich um etwa 19.00 Uhr Ortszeit in Houston, Texas gelandet und wurde dort sehr herzlich von meiner Gastfamilie empfangen. Wir nutzten den ersten Abend um uns ein wenig kennenzulernen und gingen essen. 

Nachdem ich die ersten Tage damit verbrachte, etwas Schlaf nachzuholen, mich an die Zeitverschiebung zu gewöhnen und die Familie, ihre Regeln, Erwartungen, Wünsche und Hoffnungen kennenzulernen, habe ich mich am Mittwoch, dem 22. August in der Memorial High School in Houston angemeldet.

Meinen Stundenplan,der jeden Tag gleich bleibt, konnte ich mir selbst zusammenstellen. In der ersten Stunde, die um 7.45 Uhr beginnt, habe ich Physik. Darauf folgen je eine Stunde Englisch, Anatomie/Physiologie, US Geschichte, Mittagspause, Algebra, Französisch und Leichtathletik. Um 15.00 Uhr endet mein Schultag und ich fahre mit einem der gelben, typisch amerikanischen, Schulbusse nach hause.

Die ersten Schultage waren etwas verwirrend, da ich mich in dem riesigen Gebäude erstmal zurechtfinden musste. Da der Unterricht für die restlichen Schüler schon eine Woche vorher begann, musste ich mich bemühen um den Unterrichtsstoff aufzuarbeiten.

Ein großer Unterschied zu meiner Schule in Deutschland ist, dass der Unterricht hauptsächlich mit Hilfe von Laptops, Whiteboards und anderer Technik gestaltet wird. Jeder Schüler besitzt einen eigenen Laptop, mit dem er Zugriff auf die Schulplattform hat, auf der alle Unterrichtsmaterialien, Hausaufgaben, Powerpoint Präsentationen, Noten und ebooks gespeichert sind. Es hat ein wenig gedauert, sich daran zu gewöhnen, doch mittlerweile ist es wirklich sehr praktisch alle Schulsachen immer zusammen und geordnet mit einem Klick aufrufen zu können.

Aber nicht nur in der Schule habe ich schon einige Unterschiede festgestellt.

Was die Kommunikation betrifft sollte man nicht alles so wörtlich nehmen, wie man es in Deutschland vielleicht gewohnt ist. Gespräche beginnen meist mit "How are you?" oder einem Kompliment, wobei der Fokus eher auf der Tatsache liegt freundlich und höflich zu sein. Im ersten Moment mag das vielleicht etwas aufgesetzt wirken, doch trägt im Allgemeinen zu einer wirklich positiven und glücklichen Stimmung bei, die einen auf jeden Fall mitreißt!

Patriotismus. Ein Thema bei dem die Deutschen eher etwas zurückhaltender sind, ist hier selbstverständlich. Ob es die Pledge (ein Treueschwur auf die Fahne der Vereinigten Staaten von Amerika) ist, die mindestens einmal pro Woche in der Schule aufgesagt wird, die Unterstützung der eigenen High School bzw. der Sportmannschaften (Go Mustangs!), oder das Hissen der Flagge ist, Amerikaner lieben ihr Land und das zeigen sie gerne und stolz.

Die Kirche spielt in den meisten Familien eine große Rolle, sodass der wöchentliche Sonntagsgottesdienst alles andere als eine Seltenheit ist. Viele Familien verbringen sogar den ganzen Vormittag dort, da es neben dem Glauben und dem Gottesdienst auch darum geht, ein Teil der Gemeinschaft zu sein und seine Freunde und Bekannten zu sehen. 

Die Kirche, in die ich mit meiner Gastfamilie gehe, bietet zu Beginn ein Buffet bestehend aus Bagels und Cookies, sowie einer riesigen Auswahl an Getränken an. Außerdem steht eine Kinderbetreuung zur Verfügung und die Zahl an Freiwilligen, die zum Beispiel Rucksäcke für Schulkinder mit wenig Geld oder Lebensmittelpakete für Obdachlose packen, ist beeindruckend. 

Wir haben das Labor Day Wochenende „out of town“ -wie man es hier sagt, verbracht. Labor Day ist vergleichbar mit dem „Tag der Arbeit“ in Deutschland. Am ersten Montag im September heißt es deshalb: Frei! -keine Schule, keine Arbeit. 

Meine Gastfamilie hat ein kleines Haus auf Galveston Island, einer kleinen Insel an der Küste vom Golf von Mexiko. Dort haben wir den freien Tag und das Wochenende am Strand und in der historischen Altstadt genossen. 

Es ist unglaublich, wie viele neue Eindrücke man in so kurzer Zeit schon gesammelt hat und ich kann es kaum erwarten, noch mehr über das Land und die Kultur zu erfahren!

 
 

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